Tierarztpraxis Dr. Danja Hamann
Klassische Homöopathie
Biologische Therapien
Verhaltenstherapie · Standardmedizin
24960 Glücksburg (Ostsee) · Göhrener Weg 17 · Tel.: 046 31 - 44 11 42In Anbetracht der möglichen Risiken (siehe unter 1. Allgemeines - Impffolgen) einer Impfung sollten die folgenden Impfungen entweder gar nicht (Borreliose) oder nur in kritischen Situationen (z. B. hoher Infektionsdruck) durchgeführt werden. Natürlich muss auch hier die individuelle Lebenssituation, das Alter und die Vorgeschichte eines Hundes in der Erwägung von Nutzen und Risiko einer Impfung Berücksichtigung finden.
Borreliose | Zwingerhusten-Komplex | Herpes | Leptospirose
Bei der Möglichkeit eines Zeckenbefalls sollte man sein Haustier zur Vorbeugung gegen Borreliose täglich auf Zecken untersuchen
Bakterielle Erkrankung (Spirochäten), die durch Zecken übertragen wird. Vermutlich verlaufen die meisten Infektionen symptomlos. Dies wird vermutet, weil in vielen Gebieten Hunde durch Reihenuntersuchungen des Blutes als Borreliose-positiv getestet wurden, obwohl sie keinerlei Symptome zeigten.
Die typischen Symptome sind Fieber, Lahmheit, Schwellung eines oder mehrer Gelenke, der Muskeln oder der Wirbelsäule. Die Impfung ist sehr umstritten, da häufig Impfreaktionen auftreten, und sie ist deshalb nicht zu empfehlen. Viele Hunde erkranken durch die Impfung an entsprechenden Symptomen der Borreliose. Zur Vorbeugung ist es besser, den Hund täglich auf Zecken zu untersuchen. Das Entfernen der Zecken innerhalb der ersten 24 Stunden verhindert eine Borrelienübertragung weitgehend. Außerdem sollte ein ausreichender Zeckenschutz vorgenommen werden.
Es handelt sich um eine infektiöse Erkrankung des oberen Atmungstraktes, an deren Entstehung mehrere Viren und gelegentlich Bakterien beteiligt sind.
Die 3 wichtigsten Erreger:
Es sind aber noch viele andere Erreger ursächlich beteiligt. Die beteiligten Virusarten sind von Land zu Land, von Ausbruch zu Ausbruch verschieden und hängen von der Art der Hundhaltung (Einzelhaltung, Massenhaltung) ab. Beim Zwingerhusten handelt es sich in der Regel nicht um eine lebensbedrohliche Erkrankung, sondern um eine Erkältungskrankheit beim Hund. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion vor allem von Tieren, die noch keine Krankheitszeichen haben. Die Symptome sind trockener, zum Teil quälender Husten. Die Hunde würgen manchmal bis zum Erbrechen, da sie das Gefühl haben, ein Fremdkörper würde im Rachen stecken. In den meisten Fällen kommt es binnen 14 Tagen zu einer Spontanheilung. Bei sehr heftigem Verlauf mit beispielsweise zusätzlicher bakterieller (meist Bordetella bronchiseptica) oder viraler Infektion (Reoviren, canines Adenovirus2, humane Influenzaviren, canines Herpesvirus), kann dem Tier mit Medikamenten geholfen werden. Hier haben sich homöopathische Medikamente, die die körpereigenen Abwehrkräfte steigern, sehr bewährt. Antibiotika sind meist wenig erfolgreich, da Viren davon nicht erfasst werden. Der Impfstoff bietet nur einen sehr unzureichenden Schutz. Das bedeutet, dass sehr viele Hunde trotz Impfung Zwingerhusten, in einer eventuell abgemilderten Form, bekommen können. Die Impfung wird allenfalls bei sehr stark exponierten Tieren (Tierheim) empfohlen.
Der Erreger ist ein Paramyxovirus.
Einzelinfektionen mit diesem Virus führen nur zu einer milden Erkrankung des oberen Atmungstraktes, oder gehen ohne klinische Erscheinungen vorüber. Nur im Zusammenhang mit der Infektion anderer Keime oder durch Resistenz mindernde Faktoren (mangelnde Hygiene oder Stress, schlechter Ernährungszustand, schwache Jungtiere) kann es zu einem heftigeren Verlauf kommen, bei dem auch Fieber auftreten kann. Viren können bis zum 8. Krankheitstag des Hundes ausgeschieden werden.
Die Herpesviren gehören mit zu den beteiligten Viren des Zwingerhustenkomplexes beim Hund. Bei dieser Erkrankung können sie die Symptome verstärken. Herpesviren gefährdet sind besonders 2-3 Wochen alte Welpen, wenn diese einer Unterkühlung ausgesetzt sind. In diesem Alter kann noch nicht geimpft werden. Es kann zu Durchfall, Erbrechen, Husten und anderen Symptomen kommen. Die Verantwortung für die Haltungsbedingungen und somit der Vorsorge liegt demnach in diesem Zeitraum beim Züchter.
Auch andere Bereiche des Körpers können durch Herpesviren beeinträchtigt werden. Bei trächtigen Hündinnen zum Beispiel kann eine akute Infektion während dieser Zeit zum Absterben der Welpen führen. Das Muttertier zeigt dabei aber häufig keine Krankheitssymptome. Beim nächsten Wurf sind die Welpen durch die mütterlichen Abwehrzellen geschützt. Wenn immer wieder Herpes-Probleme in einem Bestand auftreten, sollten die Haltungsbedingungen überprüft werden.
Diese Bakterien können Sekundärerreger beim Zwingerhusten-Komplex oder auch bei der Staupe des Hundes sein. Das bedeutet, das die Erreger den oberen Atmungstrakt besiedeln können, nachdem die Schleimhaut durch Viren vorgeschädigt worden sind. Die Bakterien verschlimmern die Krankheitssymptome. Impfversuche waren oft nur von zweifelhaftem Wert.
Es handelt sich um eine bakterielle Infektion beim Hund. Es gibt sehr viele Gattungen (=Serotypen) dieser Bakterienart. Gegen zwei von ihnen kann geimpft werden. Gegen Erkrankungen durch andere Serotypen schützt die Impfung leider nicht. Die jahrelange Impfung unserer Hunde hat allerdings zu einer Verschiebung der auftretenden Erkrankungen geführt. Die am häufigsten auftretenden krankmachenden Serotypen sind nun diejenigen, gegen die nicht geimpft werden kann. Diese Serotypen erzeugen einen schwereren Krankheitsverlauf als die ursprünglich verantwortlichen Serotypen.
Die klassische Erkrankung, gegen die geimpft wird, verläuft oft unbemerkt oder ohne typische Symptome, mit rasch vorübergehender Schwäche und Störung des Allgemeinbefindens. Es kann aber auch ein akuter und schwerer oder selten tödlicher Verlauf mit typischen Organsymptomen beobachtet werden. Die dabei auftretenden Organschäden werden durch das Gift der Bakterien verursacht. Dabei kommt es zu schweren Allgemeinstörungen, Durchfall, Erbrechen, Blutgefäßschädigungen, seltener Lähmungen, Herzbeutelentzündung, Lichtscheu, Sehstörungen und Lungenentzündung. Bei einem chronischen Verlauf bleiben die Nieren und die Leber oft dauerhaft geschädigt. Betroffen sind meist Jungtiere, geschwächte oder ungeimpfte Tiere. Die Impfung soll nur über 6-12 Monate schützen, weshalb eigentlich dementsprechend häufig geimpft werden müsste. Da aber der Schutz nur gegen zwei Serotypen besteht und diese inzwischen im Verhältnis zu den anderen Serotypen seltener für eine Leptospirose verantwortlich sind, ist der Wert der Impfung eher fragwürdig. Aus diesem Grunde empfehle ich einen Kompromiss aus einer Impfung im 3-Jahres-Rhythmus und dem Bemühen, gute Haltungs- und Sozialbedingungen zu schaffen, um die Robustheit der Tiere zu fördern.
Mischling hat 24 h nach Impfung geschwollenes Gesicht (Augen und Schnauze).
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