Tierarztpraxis für Ernährung

Dr. med. vet. Danja Klüver

BARF für Hunde & Katzen

Impfen - ja: Erkrankungen, gegen die geimpft werden sollte - Impfung unserer Hunde

8. Impfen - ja: Erkrankungen, gegen die geimpft werden sollte

Hier werden aus meiner Sicht die für den Hund wichtigsten Impfungen (Core-Vaccine) beschrieben. Vor jeder Impfung sollte der Hund gründlich untersucht, die individuelle Lebenssituation sowie das Alter des Hundes berücksichtigt werden. Es dürfen nur gesunde und parasitenfreie Tiere geimpft werden.

Parvovirose | Staupe | Hepatitis

Parvovirose (Hundeseuche = Parvovirus):

Bei der Parvovirose handelt es sich um eine der am schwersten verlaufenden, Virus-bedingten Darmerkrankung. Es kommt zu heftigsten Durchfällen, die zur raschen Austrocknung des Körpers führen können. Aber nur etwa 10% einer Hundegruppe, die dem Virus ausgesetzt sind, erkranken an der Hundeseuche. Die übrigen 90% bilden, ohne Symptome zu zeigen, eine Immunabwehr. Welpen jedoch sind besonders gefährdet und können an der Hundeseuche sterben, wenn nicht rechtzeitig behandelt wird. Deshalb sollten sie geimpft werden. Ebenso sind alte und sehr alte Hunde (8-12 Jahre) gefährdet. Wenn allerdings rechtzeitig gute Pflege und unterstützende Behandlung zum Einsatz kommen, überleben 80-90% der erkrankten Hunde.

Staupe (Paramyxovirus):

Die Hundestaupe hat verschiedene Verlaufsformen. Nach der Infektion mit dem Virus kommt es zu einer zweigipfligen Fieberkurve beim Hund. Die erste Fieberzacke dauert 8-48 Stunden und ist die Folge der Virusinfektion. Die zweite Fieberzacke tritt bei der darauf folgenden zweiten Infektion mit Bakterien auf. Klinische Symptome sind weiterhin eine stark eitrige Nasen- und Augenentzündung, Mandelentzündung, Schluck- und Atembeschwerden, Durchfall, Erbrechen und Hautausschlag. Nach scheinbarer Genesung können nervöse Erscheinungen auftreten (Krämpfe, Lähmungen). Da es bei dieser Virusinfektion zu einer sehr hohen Sterberate (über 50%) kommt, ist eine Impfung sehr wichtig. Die Impfung bildet eine fast 100%ige Immunität aus.

Hepatitis contagiosa canis (canines Adenovirus 1):

Diese Viruserkrankung des Hundes ist sehr gefährlich. Ein Großteil der ungeimpften Hunde bildet zwar nach der Infektion Antikörper ohne zu erkranken. Aber stark betroffen sind Jungtiere, die binnen weniger Stunden an Sepsis (Blutvergiftung) mit Spontanblutungen sterben können. Es gibt auch einen weniger heftigen akuten Verlauf, der sich durch Durchfall, Erbrechen, Fieber, Vergrößerung der Leber und Milz, Ödeme, Schleimhautblutungen und evt. einer Bauchwassersucht kennzeichnet. Selbst der mildeste subakute Verlauf geht mit Durchfall, Erbrechen, Fieber und einer Entzündung des Auges (Hornhaut/Regenbogenhaut) einher und birgt die Gefahr einer chronischen Nieren- und Leberentzündung. Deshalb sollte dagegen geimpft werden.

Weiterlesen: Impfen - nein

  1. Impfung allgemein
  2. Unverträglichkeiten von Impfungen
  3. Alternative Impfpraxis
  4. Beratung und Information
  5. Erstimpfung Hundewelpen
  6. Impfschema Hundewelpen
  7. Impfschema ausgewachsene Hunde
  8. Impfen - ja: Beschreibung der Erkrankungen, gegen die geimpft werden sollte
  9. Impfen - nein: Beschreibung der Erkrankungen, gegen die nicht routinemäßig geimpft werden sollte