Tierarztpraxis Dr. Danja Hamann
Klassische Homöopathie
Biologische Therapien
Verhaltenstherapie · Standardmedizin
24960 Glücksburg (Ostsee) · Göhrener Weg 17 · Tel.: 046 31 - 44 11 42Hier werden aus meiner Sicht die für den Hund wichtigsten Impfungen (Core-Vaccine) beschrieben. Vor jeder Impfung sollte der Hund gründlich untersucht, die individuelle Lebenssituation sowie das Alter des Hundes berücksichtigt werden. Es dürfen nur gesunde und parasitenfreie Tiere geimpft werden.
Parvovirose | Staupe | Hepatitis | Tollwut
Bei der Parvovirose handelt es sich um eine der am schwersten verlaufenden, Virus-bedingten Darmerkrankung. Es kommt zu heftigsten Durchfällen, die zur raschen Austrocknung des Körpers führen können. Aber nur etwa 10% einer Hundegruppe, die dem Virus ausgesetzt sind, erkranken an der Hundeseuche. Die übrigen 90% bilden, ohne Symptome zu zeigen, eine Immunabwehr. Welpen jedoch sind besonders gefährdet und können an der Hundeseuche sterben, wenn nicht rechtzeitig behandelt wird. Deshalb sollten sie geimpft werden. Ebenso sind alte und sehr alte Hunde (8-12 Jahre) gefährdet. Wenn allerdings rechtzeitig gute Pflege und unterstützende Behandlung zum Einsatz kommen, überleben 80-90% der erkrankten Hunde.
Die Hundestaupe hat verschiedene Verlaufsformen. Nach der Infektion mit dem Virus kommt es zu einer zweigipfligen Fieberkurve beim Hund. Die erste Fieberzacke dauert 8-48 Stunden und ist die Folge der Virusinfektion. Die zweite Fieberzacke tritt bei der darauf folgenden zweiten Infektion mit Bakterien auf. Klinische Symptome sind weiterhin eine stark eitrige Nasen- und Augenentzündung, Mandelentzündung, Schluck- und Atembeschwerden, Durchfall, Erbrechen und Hautausschlag. Nach scheinbarer Genesung können nervöse Erscheinungen auftreten (Krämpfe, Lähmungen). Da es bei dieser Virusinfektion zu einer sehr hohen Sterberate (über 50%) kommt, ist eine Impfung sehr wichtig. Die Impfung bildet eine fast 100%ige Immunität aus.
Diese Viruserkrankung des Hundes ist sehr gefährlich. Ein Großteil der ungeimpften Hunde bildet zwar nach der Infektion Antikörper ohne zu erkranken. Aber stark betroffen sind Jungtiere, die binnen weniger Stunden an Sepsis (Blutvergiftung) mit Spontanblutungen sterben können. Es gibt auch einen weniger heftigen akuten Verlauf, der sich durch Durchfall, Erbrechen, Fieber, Vergrößerung der Leber und Milz, Ödeme, Schleimhautblutungen und evt. einer Bauchwassersucht kennzeichnet. Selbst der mildeste subakute Verlauf geht mit Durchfall, Erbrechen, Fieber und einer Entzündung des Auges (Hornhaut/Regenbogenhaut) einher und birgt die Gefahr einer chronischen Nieren- und Leberentzündung. Deshalb sollte dagegen geimpft werden.
Tollwut ist eine fast immer tödlich verlaufende Viruserkrankung, bei der Symptome wie Wesensveränderungen (Aggression, Drangwandern, Unruhe, Zerbeißen von Gegenständen) mit Speichelfluss typisch sind. Aber auch atypische Verlaufsformen kommen vor und erschweren die Diagnose. Diese Erkrankung kann auf den Menschen übertragbar sein und dann auch tödlich verlaufen.
Bei Verdacht auf eine Tollwuterkrankung eines Tieres darf bei nicht geimpften Tieren kein Behandlungsversuch unternommen werden. Der Verdacht muss dem Amt gemeldet und das ungeimpfte Tier getötet werden. Wegen der Gefährlichkeit der Krankheit, auch für den Menschen, und wegen der besonderen Vorschriften ist eine Impfung durchaus sinnvoll.
Bei der Erstimpfung muss der Hund mindestens 3 Monate als sein, besser 6 Monate. Die Impfung sollte möglichst als Einzelimpfung vorgenommen werden. Vor der Einreise nach Norwegen und Schweden wird eine Blutuntersuchung verlangt, die einen ausreichenden Tollwutschutz nachweist. Dieser geforderte Tollwutschutz (so genannter Tollwut-Titer = Menge der Abwehrzellen gegen Tollwutviren im Blut) wird nach Impfung mit Mehrfachimpfstoffen öfters nicht erreicht. Eine Auffrischimpfung mit einem Einzelimpfstoff erzielt einen besser nachweisbaren Tollwut-Titer.
Wenn der Hund mit ins Ausland genommen werden soll, müssen die landeseigenen Vorschriften beachtet werden. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig über die aktuellen Anforderungen.