Tierarztpraxis für Ernährung

Dr. med. vet. Danja Klüver

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Zwingerhusten: Erkrankungen bei Hunden, gegen die nicht routinemäßig geimpft werden sollte

Borreliose | Zwingerhusten-Komplex | Leptospirose | Tollwut

Zwingerhusten-Komplex:

Es handelt sich um eine infektiöse Erkrankung des oberen Atmungstraktes, an deren Entstehung mehrere Viren und gelegentlich Bakterien beteiligt sind.

Die 3 wichtigsten Erreger:

  1. Parainfluenzaviren
  2. Herpesviren und
  3. Bordetellabakterien, die in Mitteleuropa vorkommen

Es sind aber noch viele andere Erreger ursächlich beteiligt. Die beteiligten Virusarten sind von Land zu Land, von Ausbruch zu Ausbruch verschieden und hängen von der Art der Hundhaltung (Einzelhaltung, Massenhaltung) ab. Beim Zwingerhusten handelt es sich in der Regel nicht um eine lebensbedrohliche Erkrankung, sondern um eine Erkältungskrankheit beim Hund. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion vor allem von Tieren, die noch keine Krankheitszeichen haben. Die Symptome sind trockener, zum Teil quälender Husten. Die Hunde würgen manchmal bis zum Erbrechen, da sie das Gefühl haben, ein Fremdkörper würde im Rachen stecken. In den meisten Fällen kommt es binnen 14 Tagen zu einer Spontanheilung. Bei sehr heftigem Verlauf mit beispielsweise zusätzlicher bakterieller (meist Bordetella bronchiseptica) oder viraler Infektion (Reoviren, canines Adenovirus2, humane Influenzaviren, canines Herpesvirus), kann dem Tier mit Medikamenten geholfen werden. Hier haben sich homöopathische Medikamente, die die körpereigenen Abwehrkräfte steigern, sehr bewährt. Antibiotika sind meist wenig erfolgreich, da Viren davon nicht erfasst werden. Der Impfstoff bietet nur einen sehr unzureichenden Schutz. Das bedeutet, dass sehr viele Hunde trotz Impfung Zwingerhusten, in einer eventuell abgemilderten Form, bekommen können. Die Impfung wird allenfalls bei sehr stark exponierten Tieren (Tierheim) empfohlen.

Parainfluenza-2-Viren:

Der Erreger ist ein Paramyxovirus.

Einzelinfektionen mit diesem Virus führen nur zu einer milden Erkrankung des oberen Atmungstraktes, oder gehen ohne klinische Erscheinungen vorüber. Nur im Zusammenhang mit der Infektion anderer Keime oder durch Resistenz mindernde Faktoren (mangelnde Hygiene oder Stress, schlechter Ernährungszustand, schwache Jungtiere) kann es zu einem heftigeren Verlauf kommen, bei dem auch Fieber auftreten kann. Viren können bis zum 8. Krankheitstag des Hundes ausgeschieden werden.

Herpesviren:

Die Herpesviren gehören mit zu den beteiligten Viren des Zwingerhustenkomplexes beim Hund. Bei dieser Erkrankung können sie die Symptome verstärken. Herpesviren gefährdet sind besonders 2-3 Wochen alte Welpen, wenn diese einer Unterkühlung ausgesetzt sind. In diesem Alter kann noch nicht geimpft werden. Es kann zu Durchfall, Erbrechen, Husten und anderen Symptomen kommen. Die Verantwortung für die Haltungsbedingungen und somit der Vorsorge liegt demnach in diesem Zeitraum beim Züchter.

Auch andere Bereiche des Körpers können durch Herpesviren beeinträchtigt werden. Bei trächtigen Hündinnen zum Beispiel kann eine akute Infektion während dieser Zeit zum Absterben der Welpen führen. Das Muttertier zeigt dabei aber häufig keine Krankheitssymptome. Beim nächsten Wurf sind die Welpen durch die mütterlichen Abwehrzellen geschützt. Wenn immer wieder Herpes-Probleme in einem Bestand auftreten, sollten die Haltungsbedingungen überprüft werden.

Bordetella-bronchiseptica-Bakterien:

Diese Bakterien können Sekundärerreger beim Zwingerhusten-Komplex oder auch bei der Staupe des Hundes sein. Das bedeutet, das die Erreger den oberen Atmungstrakt besiedeln können, nachdem die Schleimhaut durch Viren vorgeschädigt worden sind. Die Bakterien verschlimmern die Krankheitssymptome. Impfversuche waren oft nur von zweifelhaftem Wert.

  1. Impfung allgemein
  2. Alternative Impfpraxis
  3. Erstimpfung Hundewelpen
  4. Impfschema Hundewelpen
  5. Impfschema ausgewachsene Hunde
  6. Impfen - ja: Beschreibung der Erkrankungen, gegen die geimpft werden sollte
  7. Impfen - nein: Beschreibung der Erkrankungen, gegen die nicht routinemäßig geimpft werden sollte

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