Tierarztpraxis für Ernährung

Dr. med. vet. Danja Klüver

BARF für Hunde & Katzen

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Impfung unserer Katzen - Allgemeines zum Thema Impfen

I. Allgemeines zum Impfen von Katzen

Neue Impfempfehlungen mit gesetzlicher Grundlage

Kater Pucki

Auf Grund neuerer Untersuchungen durch die Pharmaindustrie, die unter anderem auf Grund kritischer Nachfragen von Seiten der Tierbesitzer durchgeführt wurden, hat sich an den bisherigen Impfempfehlungen von Seiten der Impfhersteller einiges geändert. Es wurde festgestellt, dass der Impfschutz bei Katzen wesentlich länger vorhält, als ursprünglich angenommen. Deshalb kann von nun an ein erweitertes Impfintervall für die meisten Impfungen empfohlen werden. Die gesetzlichen Grundlagen für die Anerkennung der neuen Impfintervalle auch beim grenzüberschreitenden Verkehr wurden in den vergangenen Monaten ebenfalls geschaffen.

Individuelle Lebenssituationen bedingen ein individuelles Impfschema

Kater Pucki

Da unsere Haustiere in verschiedensten Umfeldern und Situationen leben, sollte auch jeweils individuell entschieden werden, wogegen die Katze geimpft werden soll. Mit der folgenden Ausführung möchte ich das von mir durchgeführte Impfschema begründen und Ihnen so die Möglichkeit geben, sich mit dem Für und Wider des Impfens gegen die einzelnen Erkrankungen auseinander setzen zu können. Der Inhalt des folgenden Textes soll eine Hilfestellung sein, um Nutzen und Risiko des Impfens für sich persönlich abwägen zu können. Die individuelle Lebenssituation und das Umfeld, in der das Tier lebt, sollten dabei, wie schon erwähnt, immer berücksichtigt werden. Eine ausschließlich in der Wohnung lebende Katze ist einem Infektionsrisiko weit weniger ausgesetzt, als eine frei lebende Katze. In Zuchten und Tierheimen wiederum herrscht ein erheblich höherer Infektionsdruck, als bei Einzelhaltung.

Impffolgen bei einer Katze

Katze nach Impfung

Katze noch am selben Tag der Impfung hgr. schmerzhafte Schwellung des Rachens und der Unterlippe

Unverträglichkeiten und Risiken durch Impfungen

Es hat sich außerdem gezeigt, dass nicht jeder Impfstoff sinnvoll oder gut verträglich ist Prinzipiell kann ein Lebewesen auf jede Impfung mit Unverträglichkeitsreaktionen oder Impffolgen reagieren. Diese reichen von Durchfall und Erbrechen über asthmatischen Beschwerden, Autoimmunerkrankungen, Nervenentzündungen, Lähmungen, Hirnhautentzündung, Pannikulitis (Entzündung des Unterhautfettgewebes), Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäße), Impfsarkom (Tumor an der Impfstelle, bei Katzen relativ häufig, bei Hunden sehr selten) bis hin zu allergischen Schockzuständen. Deshalb sollte nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich geimpft werden.

Nutzen und Risiko abwägen

Tierbesitzer sollten den Nutzen und das Risiko jeder einzelnen Impfung gut abwägen und sich ausführlich vor jeder Impfung vom Tierarzt beraten lassen. Das hier vorgestellte Impfschema lehnt sich weitgehend an das der Medizinischen Kleintierklinik der Ludwig-Maximilian-Universität München an. Es stellt eine Alternative zu den bisher üblichen Impfpraktiken dar und ist nicht als ein starres Impfmuster zu verstehen. Grundsätzlich sollten nur gesunde und parasitenfreie Katzen geimpft werden.

Ich empfehle, prinzipiell nur wirklich notwendige Impfungen gegen lebensbedrohliche Erkrankungen durchführen und in einem möglichst verträglichen Schema verabreichen zu lassen. Katzen, die gerade neu in Besitz genommen wurden, sollten sich erst etwas einleben, sonst ist der Umstellungs-Stress (neue Besitzer, neue Umgebung, neue Umgebungskeime, Trennung von Mutter und Geschwistern etc.) plus Impfung zu belastend.

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Grundimmunisierung von jungen Katzen

Bei Bedarf sollte eine junge Katze ab der 9. Lebenswoche eine Grundimmunisierung erhalten. Das bedeutet, dass zwei bis vier Mal im Abstand von vier Wochen geimpft wird. Es werden Kombinationsimpfstoffe verwendet, damit man dem kleinen Kätzchen nur eine Spritze geben muss, in der dann mehrere Impfkomponenten enthalten sind. Diese Schutzimpfung wird in der Regel beim Welpen ab der 9. Lebenswoche durchgeführt. Im Abstand von jeweils 4 Wochen findet die Auffrischimpfung statt, die notwendig ist, damit das Immunsystem sich die Impfung für längere Zeit einprägt. Danach wird jährlich ein Teil der Impfungen aufgefrischt (im rotierenden Impfschema, wie unten beschrieben).

Geringere Anzahl an Impfungen pro Impftermin

Der Impfschutz bei unseren Hauskatzen hält wesentlich länger vor, als früher angenommen. Die jährliche Auffrischimpfung jeder einzelnen Impfkomponente bei Katzen, die älter als ein Jahr sind, hat sich als unnötig erwiesen.

Deshalb wird die Impfung jährlich im Wechsel durchgeführt. Es entsteht dabei ein rotierendes Impfschema, bei dem die Anzahl der einzelnen Impfungen pro Jahr und somit auch die Impfbelastung reduziert werden.

Jährliche Untersuchung beim Tierarzt

Das jährliche Vorstellen der Katze beim Tierarzt sollte weiterhin beibehalten werden. So kann bei der Routineuntersuchung durch den Tierarzt der Gesundheitszustand der Katze in regelmäßigen Abständen untersucht werden und bei Früherkennung von Erkrankungen rechtzeitig behandelt werden.

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  1. Allgemeines zum Impfen von Katzen
  2. Impfschema Katzenwelpen
  3. Impfschema ausgewachsene Katzen
  4. Impfen ja: Beschreibung der Erkrankungen, gegen die geimpft werden sollte
  5. Impfen nein: Beschreibung der Erkrankungen, gegen die nicht routinemäßig geimpft werden sollte

Bilder

Fotos Barfen Hunde Katzen

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Dr. Danja Klüver

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