Tierarztpraxis für Ernährung

Dr. med. vet. Danja Klüver

BARF für Hunde & Katzen

Klassische Homöopathie - Entstehung und Grundprinzip

Unterstützung der Selbstheilungskräfte

Homöopathie ist eine energetische Medizin, die im Stande ist, die in Lebewesen vorhandene Selbstheilungskraft zu unterstützen oder zu beleben. Sie basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip, das von Dr. Samuel Hahnemann (⇒ Lebenslauf), dem Begründer der Homöopathie, entdeckt wurde.

Suche nach sanfter Therapie

Dr. Samuel Hahnemann wurde 1755 in Meißen geboren und war ein deutscher Arzt und Chemiker. Er lebte in einer Zeit mit drastischen Therapiemethoden, durch die die Patienten häufig noch kränker wurden, als dass ihnen dadurch geholfen wurde (Arsen, Aderlass, Quecksilber, Glaubersalz etc.). Dr. Hahnemann war durch unbefriedigende Heilungserfolge so frustriert, dass er seine Praxis nach einigen Jahren wieder aufgab. Auf der Suche nach einer sanfteren Therapiemethode traf er auf das Ähnlichkeitsprinzip.

Das Ähnlichkeitsprinzip besagt, das eine Substanz, die am Gesunden eine Krankheit mit bestimmten Symptomen auslöst, einen Kranken heilen kann, der dieselben Symptome hat, ohne die Substanz genommen zu haben

Materia Media

Dr. Hahnemann entdeckte, dass man die heilende Wirkung einer Substanz nur durch die Einnahme im gesunden Zustand herausfinden kann. Er nahm selbst viele verschiedene Substanzen ein und schrieb akribisch alle Krankheitssymptome auf, die sich dadurch einstellten (=Arzneimittelprüfung). Auch seine Kinder und Freunde prüften auf diese Weise viele Substanzen. Hahnemann erstellte einen Katalog über die Summe der Symptome, die bei der Prüfung einer Arznei aufgetreten sind (=Arzneimittelbilder). Nachzulesen sind diese in der so genannten Materia Media (=Sammlung von Arzneimittelbildern der einzelnen Substanzen in einem Buch).

Verbesserte Therapieerfolge durch Potenzieren

Nach einigen Jahren der Arzneimittelprüfungen nahm er seine kurative Tätigkeit wieder auf und begann in seiner Praxis Kranke, die Symptome hatten, welche zu einem seiner geprüften Mittel passten, mit diesem zu therapieren. Die Erfolge bei akuten Erkrankungen waren so überzeugend, dass er ermutigt war, mit der neu gegründeten homöopathischen (homois=gleich, ähnlich; pathos=Leiden) Therapie fort zu fahren. Die meisten potentiell heilkräftigen Substanzen waren aber schon in geringer Dosierung hochgiftig. Diese Vergiftungssymptomatik lieferte aber nicht genügend detaillierte Informationen, die er für die homöopathische Verschreibung verwenden konnte. Deshalb begann er die Stoffe zu verdünnen. Dabei sank zwar die Giftigkeit, leider aber auch die Heilkraft. Er fand heraus, dass es möglich war, den verdünnten Lösungen durch Verreiben oder Verschütteln kinetische Energie hinzuzufügen, wodurch eine entscheidende Verbesserung der Wirkung am Patienten eintrat. Die Verbindung von immer fortlaufender Verdünnung und Zufügen von kinetischer Energie nannte er später "Potenzieren" oder "Dynamisieren".

Substanzen

Dr. Hahnemann verwendete als Ausgangssubstanzen Pflanzen, Tiere, Mineralien und Metalle. Diese werden bis heute auf eine standardisierte Art und Weise (im Homöopathischen Arzneibuch =HAB festgelegt) verarbeitet.

Verdünnungsreihen

Das Etikett der Glasfläschchen enthält zuerst den lateinischen Namen. Danach ist die Verdünnung angegeben. Es gibt die D und die C-Potenzen. Die D-Potenzen sind 1:10 Verdünnungen (Dezimale Verdünnungsreihe). Und die C-Potenzen sind 1: 100 Verdünnungen (Zentisemale Verdünnungsreihe). Die Zahl hinter dem D oder C gibt an, wie häufig verdünnt und kräftig geschüttelt wurde. Beispiel: Arnica D 6

Loschmidtsche Zahl

Ab einer Verdünnung von D 23 ist kein einziges Molekül der Ausgangssubstanz mehr enthalten (=Loschmidtsche Zahl).
  1. Klassische Homöopathie → Einführung
  2. Klassische Homöopathie → Entstehung und Grundprinzip
  3. Klassische Homöopathie → Einsatzbereiche und Chancen
  4. Klassische Homöopathie → Heilungsgesetze und Unterdrückung
  5. Klassische Homöopathie → Grenzen der Homöopathie

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